In den 80-iger Jahren wurde der
Wunsch nach aktiver kulturellen Betätigungsmöglichkeiten für
die Jugend von Lehrern und Eltern und nicht zuletzt von den Kindern
und Jugendlichen zum Ausdruck gebracht.
Der Bezirkmusikkorp unterstützte unser Vorhaben konsequent. Ihre
wichtigste Entscheidung war, uns Hans-Joachim Jung als Ausbilder und
künstlerischer Leiter des Orchesters zur Verfügung zu stellen.
Herr Jung fand in Jüchsen die notwendige Unterstützung durch
die Schule, die Betriebe des Ortes, den Rat der Gemeinde und durch viele
Eltern.
Am 22. September 1986 trafen sich 22 Jungen und Mädchen auf dem
Schulhof. Sie schauten alle gebannt auf einen Kleinbus, aus dem Instrumente
ausgeladen wurden. In einem Klassenraum wurden sie dann verteilt.
Die
Geburtsstunde des Jüchsener Pionierblasorchesters ist gekommen
!!!
Ab diesem Tag hieß
es, jeden Montag zum Einzelunterricht zu erscheinen. Freizeit war ab
jetzt Probenzeit, denn die Lehrer aus Milz und Suhl verlangten sehr
viel.
Im August 1987 fand das erste Intensivprobenlager für das Orchester
in Friedrichroda statt. Eltern, die ihre Kinder besuchten, waren über
den Leistungstand erstaunt.
Der erste Auftritt ließ auch nicht lange auf sich warten, dieser
war zur Schuleinführungsfeier 1987 im Kulturhaus in Jüchsen.
Mit der politischen Wende veränderten sich die Voraussetzungen
für die Jugendarbeit grundlegend. Zum Glück gab es genügend
Eltern, die bereit waren sich für den Erhalt des Jugendmusikvereines
in Jüchsen zu engagieren.
Am 20. Juni 1990 fand dazu eine Elternversammlung statt, bei der beschlossen
wurde den Musikverein unter dem Namen Jugendbläser Jüchsen
e.V. zu gründen. Der Verein wurde dann am 12. Juli 1990 in das
Vereinsregister des Amtsgerichtes Meiningen eingetragen.
Der Vereinsgründung folgte eine große Resonanz, was den Mitgliederzuwachs
betrifft. Unserem Musikverein gehören momentan circa 50 junge,
musikbegeisterte Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 25 Jahren an.
Die Kinder und Jugendlichen kommen aus den umliegenden Ortschaften des
Grabfeldes und des Werratals.